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Hier informiert der Handchirurg Dr. Steffens über die Nachsorge der Dupuytren'schen Krankheit.

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Die Startseite der Dupuytren'schen KontrakturDie Therapie des Morbus DupuytrenDie Operation der Dupuytren'schen Erkrankung

Was ist bei der Nachbehandlung einer Dupuytren'schen Krankheit zu beachten ?

Die Nachsorge ist nach der Operation einer Dupuytren'schen Erkrankung sehr wichtig.

Sie sollte zumindest in der Anfangsphase nur durch einen Arzt mit entsprechender Erfahrung - idealer Weise aber in der operierenden Abteilung - vorgenommen werden.

Es empfiehlt sich die Überwachung durch den Operateur, besonders bei zunehmenden Schmerzen, Schwellungen, Bewegungseinschränkung und Hautnekrosen durchzuführen.

Wie lange müssen Verbände getragen werden ? Wir stellen in der ersten Woche nach der Operation die Hand im Handgelenk mittels Gipsschiene ruhig. Hierbei sind die Finger aber in allen Gelenken beweglich.

Nach dieser Zeit legen wir zur Vorbeugung von Schwellungen leicht dosierte gut gepolsterte Kompressionsverbände an. Auch in diesem Verband sind alle Finger frei beweglich ! (siehe unten)

Hier sehen Sie einen Kompressions-Verband.

Im Grundsatz muss die Hand solange verbunden werden, bis die Wunden geschlossen und nicht mehr feucht sind.

Für die meisten Patienten bedeutet dies, dass sie ab oder nach der 3. Woche keinen Verband mehr benötigen.

Wann werden die Fäden entfernt ?

Meist um den 14. Tag nach der Operation.

Ist eine kranken-gymnastische Übungsbehandlung erforderlich ? Jeder Patient sollte in Absprache mit dem behandelnden Arzt seine Finger so früh wie möglich eigentätig und ohne Belastung bewegen. Viele Patienten machen dies so gut, dass bereits in der 3. Woche der Faustschluss und auch die Streckung der Finger vollständig ist. Solche Patienten benötigen keine fremde Hilfe durch einen Krankengymnasten.

Wenn sich ein Patient jedoch bei den eigentätigen Bewegungsübungen schwer tut und die Beweglichkeit unter Durchschnitt bleibt, ist eine Krankengymnastik sehr sinnvoll. Bei Schwellungen eventuell sogar Lymphdrainagen und Ergotherapie.

Was ist für den Patienten bei der Kranken-gymnastik wichtig ?

Wichtig ist, dass die Krankengymnastik nie zu Schmerzen und Schwellungen in der Hand führt !

Eine zu hart vorgenommen Übungsbehandlung ist kontraproduktiv. Wenn ein Krankengymnast hier auf die individuellen Besonderheiten des Patienten nicht einzugehen vermag, ist es sinnvoll den Krankengymnasten zu wechseln !

Wann kann die Hand wieder normal belastet werden ? Die operierte Hand sollte schrittweise über viele Wochen wieder an die normale alltägliche - für sie gewohnte Belastung - herangeführt werden.

Gehen Sie hier zu forsch vor, wird die Hand schmerzen und anschwellen.

Alltäglich und berufliche Belastung können meist nach rund 6 Wochen wieder gut durchgeführt werden. Extreme Belastungen - wie z.B. beim Tennis - sollten rund 10 - 12 Wochen gemieden werden.

Was kann man selbst zur Nachsorge beitragen ? Empfehlenswert ist es, die operierte Hand in den ersten Monaten mehrmals täglich mit einer fetthaltigen Creme einzureiben.

Nach Entfernen des Verbandes sind Handbäder in lauwarmem Wasser sinnvoll. (Dem Wasser kann man etwas Kamillosan oder Kernseife zusetzen)
Halten Sie die Hand jedoch nicht zu lange im Wasser, sonst weicht die Haut zu sehr auf.
5 x 5 Minuten pro Tag haben sich hier sehr bewährt. Führen Sie diese Übung so lange durch, bis die volle Beweglichkeit erreicht ist. Nach jedem Bad Hand eincremen nicht vergessen!

Sind die Narben sehr auffällig ? Die meisten Narben in der Hand sind nach 12 - 18 Monaten abgeblasst und kaum sichtbar. Funktionell störende und vorspringende Narben sind bei richtiger Schnittführung recht selten.

Wichtig ist jedoch:

Narben im Bereich der Hand sind in den ersten Wochen und Monaten sehr unangenehm empfindlich. In diesem Zeitraum sind die Narben meist auch etwas wulstig und rötlich aussehend. Bis dies abklingt vergehen circa 6 Monate !

Kann die Erkrankung nach einer Operation erneut auftreten ? Ja! Man muss allerdings unterscheiden zwischen einer Neuerkrankung und einem echten erneutem Auftreten der Erkrankung im Operationsgebiet.

Eine Neuerkrankung liegt beispielsweise vor, wenn der Kleinfinger operiert wurde und nun an der gleichen Hand der Mittelfinger erkrankt. Würde in diesem Beispiel die Erkrankung am Kleinfinger erneut auftreten, so spricht man von einem Rezidiv.

Die Rezidivhäufigkeit ist generell bei Operation an den Fingern deutlich häufiger als in der Handfläche.

Jeder Betroffene sollte wissen, dass bei der Operation zwar das erkrankte "Dupuytren Gewebe" entfernt werden kann; es aber unmöglich ist, die tiefere Ursache der Erkrankung - die genetische Disposition - zu ändern.

Rezidive treten individuell sehr unterschiedlich häufig auf. Woran liegt dies ? Die Wahrscheinlichkeit an einem Rezidiv zu erkranken ist dann besonders groß, wenn eine oder mehrere der unten genannten Faktoren zutreffen:
bulletEin Verwandter I. Grades leidet auch an Morbus Dupuytren
bulletDie Erkrankung findet sich auch an Füßen, Penis oder über den Mittelgelenken
bulletDie Krankheit trat erstmals vor dem 40. Lebensjahr auf
bulletDie Erkrankung betrifft auch Daumen und Zeigefinger

 

Hier ist die Palmaraponeurose zu erkennen.

Intra operatives Bild eines Stranges am Daumen bei Dupuytren'scher Kontraktur

Weitere Hinweise zur Nachsorge nach Handoperationen

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